Deltamess unterstützt den Extremsport

Wir von Deltamess sind der Meinung, dass besondere Leistung besondere Aufmerksamkeit verdient.

Die Leidenschaft von Extremsportlern inspiriert und fasziniert uns. Diese Faszination möchten wir gerne mit Ihnen teilen.

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1000 Kilometer über den Baikalsee: Die Extremsportler Wolfgang Kulow und Stefan Schlett auf dem Weg ins eisige Sibirien

Die Extremsportler Wolfgang Kulow aus Lensahn in Ostholstein und Stefan Schlett aus dem fränkischen Kleinostheim brechen am heutigen Freitag zu ihrer Tour nach Sibirien auf. Dort wollen die beiden den zugefrorenen Baikalsee von Nord nach Süd mit dem Fahrrad überqueren: 1.000 Kilometer Wegstrecke bei eisigen Temperaturen liegen vor ihnen. In der kältesten Zeit des Jahres reichen die Temperaturen am Baikalsee von -5 °C am Tag bis hin zu -30 °C in der Nacht.

Dazu können Schneestürme, Eisspalten, aber auch das Auftreten von Packeisfeldern die Tour erheblich beschweren. Die messerscharfen Eisschollen, die in bizarren Formen wie zusammengeschobene Fensterscheiben spitz und bis zu zwei Meter weit in die Höhe ragen, zwangen Kulow bereits 2013 zum Abbruch seiner Tour. Damals war er alleine unterwegs.

Nun wollen die Extremsportler zu zweit den tiefsten (1.642 m) und ältesten Süßwassersee der Erde bezwingen. Dabei verfügen die beiden über jahrzehntelange Erfahrung bei Ausdauerwettkämpfen und haben bereits gemeinsam die Durchquerung der Taklamakan in China, den Marathon des Sables oder die Premiere des 10-fach Ironman in Mexiko erfolgreich bewältigt.

Mit erheblichem Gewichtsverlust ist zu rechnen


Ziel der Extremsportler ist es, nach 25 Tagen und etwa 1.000 Kilometern den Endpunkt Kultuk an der Südspitze des Baikalsees zu erreichen. Dazu müssen sie etwa 50 Kilometer pro Tag zurücklegen. Die komplette Ausrüstung für diese Zeit - Zelt, Schlafsack und Verpflegung - wird auf dem Fahrrad transportiert und wiegt insgesamt 60 Kilogramm.

Neben der Kälte und der körperlichen Anstrengung wird die Ernährung die größte Herausforderung der Tour darstellen. Trotz eines Kalorienbedarfs von rund 6.000 pro Tag werden sie täglich nur 2.000 Kalorien aufnehmen können und rechnen dadurch mit einem erheblichen Gewichtsverlust. Aber auch der nächtliche Schlaf wird zu einer echten Bewährungsprobe. Das Eis des Baikalsees ist ständig in Bewegung und der Schall wird durch die Eismassen übertragen. Da die beiden ihr Zelt direkt auf dem See aufschlagen, wird das Knacken des Eises ihr ständiger Begleiter. "Das ist sehr unangenehm", weiß Kulow, "ein Geräusch wie zerspringende Stahlseile."

 

Doch bis zum Start der Tour ist es noch ein langer Weg: Nach der Landung in Irkutsk geht es zunächst mit der Transsibirischen Eisenbahn an zwei Tagen nach Severobaikalsk, wo Kulow und Schlett am 11. Februar am nordwestlichen Ufer des Baikalsees aufbrechen. DELTAMESS wünscht den beiden viel Erfolg dabei!

Probeliegen im heimischen Wohnzimmer

Am Abend vor dem Abflug nach Sibirien checkten beide Extremsportler ihre Ausrüstung auf Vollständigkeit. Inmitten des Wohnzimmers von Wolfgang Kulow bauten sie sogar probeweise ihr Zelt auf, das selbst für Mount Everest-Expeditionen geeignet ist. Bis spät in die Nacht wurden Fahrräder demontiert, ordnungsgemäß verfrachtet und die Ausrüstung gepackt. Heute früh ging es mit dem Zug zum Flieger, der die beiden zunächst nach Moskau bringt.



Start der Reise


Wolfgang Kulow und Stefan Schlett sind am Samstag in Irkutsk bei -28 °C gelandet. Auf ihrer Reise weiter nach Severobaikalsk, dem nördlichen Zipfel des Baikalsees, haben sie die erste Nacht in der Trans-Sibirischen-Eisenbahn hinter sich. Jetzt liegen "nur" noch 22 Stunden Bahnfahrt bis zum Zielort vor ihnen.

Die erste Testfahrt auf dem Baikalsee ist bewältigt: Beide Extremsportler sind begeistert von den Stevens-Rädern mit Schwalbenreifen und Ice Spiker Pro.

Am Mittwoch sind Wolfgang und Stefan 45 Kilometer über den See von Severobaikalsk nach Nizhneangarsk und zurück gefahren. Am heutigen Donnerstag wurde das komplette Gepäck aufgenommen und es ging nach Baykalskoe, Kotelnikovskiy und anschließend auf die andere Seite des Baikalsees. Ab dort gibt es erstmals keine Handyverbindung mehr und somit vorerst keine weitere Kontaktmöglichkeit zu den beiden Extremsportlern.

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